The National Konzertkritik 2013 Berlin Max-Schmeling-Halle

Trouble will find me – Musik der Extraklasse in Akustikhölle

Nachdem sich This is the Kit als Vorband gegen den schlechten Sound in der Max-Schmeling-Halle um Kopf und Kragen geträllert hatten und man schon fast froh war, dass Kate Stable mit ihrer eigentlich bezaubernden Stimme, endlich aufgab, war es kurz nach 21 Uhr endlich soweit und The National betraten unter tosendem Applaus die Bühne. Auf der riesigen Videoleinwand ist unter den aufblendenden farbigen Pixeln der Schriftzug The National zu erkennen. Matt Berninger betritt standesgemäß und etwas unterkühlt mit einem Glas Rotwein die Bühne. Welches er vor dem ersten Song „I should Live in Salt“ noch schnell leert, denn für Nachschub ist ja gesorgt. Und schon bei dem ersten Song wirkt Matt Berninger etwas gereizt und genervt. Verständlich, denn der blechernde Sound in der Halle ist echt grenzwertig und kann Perfektionisten, wie die Bandmitglieder von The National schon ziemlich aus der Ruhe bringen. Obwohl man diesen Unmut einzig Matt Berninger wirklich anmerkt.

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Zwei Stunden lang versucht Matt Berninger fast vergeblich mit seiner einzigartigen Stimme den Akustik-Teufel in der Halle zu vertreiben. Aber er lässt sich nicht vertreiben, sondern dröhnt und blechert vor sich hin. Auch als Frontmann und Sänger Matt Berninger ungewohnt experimentierfreudig mit seiner Stimme umgeht und scheinbar seinen Unmut in Rock`n Roll Manier herausschreien will, mag sich die Halle nicht mit der geliebten melancholischer Melodik und Magie von The National füllen. Einzig die Videobilder zu den einzelnen Song schaffen etwas Atmosphäre.
So eine Halle haben The National, Musik überhaupt, echt nicht verdient und auch das Publikum ließ teilweise zu wünschen übrig. Denn neben mir wurde vorgezogen die Bedienbarkeit des neuen Smartphones und die neuerworbenen Apps zu testen. Wo hingegen man hinter mir lautstark Banalitäten des Alltags austauschte. Aber abgesehen davon konnte ich das Konzert von The National auf meine Art genießen und tat meiner Liebe für die Indie-und Alternativ-Band keinen Abbruch.

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