Snow Patrol Konzertkritik – Zitadelle Spandau Berlin

Bester Indie-Rock von Snow Patrol und The Parlotones

Nicht nur die Indie-Rock Musik schlug ein wie Blitz und Donner

Das Snow Patrol Konzert gestern den 29.06.2012 in der Zitadelle Spandau in traumhafter Kulisse war trotz gedämpfter Lautstärke und Bässe ein voller Erfolg mit einem abschließenden natürlichen Feuerwerk aus Blitz, Donner und natürlich feinstem Indie-Rock. Sänger Gary Lightbody und die gesamte Band Snow Patrol waren wie gewohnt voll in ihrem Element und super gut drauf. Und so schafften sie es von der ersten Minute an das Publikum in der Zitadelle Spandau in ihren Bann von Harmonie und Euphorie zu ziehen. Und auch bei diesem Snow Patrol Zusatzkonzert sparte Gary Lightbody wieder einmal nicht mit Lobpreisungen und Huldigungen für sein Publikum und den Fans. Und so suchte er auch immer wieder die Nähe zu seinen Fans und erzählte sichtlich gerührt von seinen, ihn am meisten bewegendsten Eindrücken auf Konzerten, wie z.B. von einem Konzert in Polen während ihrer Snow Patrol Tour zum 6. Album „Fallen Empires“. Gary Lightbody bedankte sich persönlich bei einigen Fans, die er bereits auf vielen ihrer Snow Patrol Konzerte gesehen hatte und von ihrer Treue vor Rührung fast zu zerfließen schien. Gespielt wurden neben „Shut your Eyes“ ein toller Mix ihrer erfolgreichsten Alben und natürlich dem 6. Studioalbum „Fallen Empires“.

Grandios war auch der Auftritt und das Konzert der Indie-Rock Band The Parlotones, welche als Vorband für Snow Patrol agierten. Kahn Morbee, Sänger von The Parlotones, und die gesamte Band überzeugten mit einer mitreißenden und überzeugenden Livepräsenz, wie man es von den Indierockern gewohnt ist und erwartet hatte.

Zu Ende ging das The Parlotones und Snow Patrol Konzert mit einem riesigen Donnerschlag, einem Lichtspektakel mit einem nahezu himmlischen Erguss aus Musik und Regen, der sich in Form eines gigantischem Gewitters zeigte. Denn ab ca. 21.45 Uhr durchzuckten furchterregende Blitze den Himmel über der Zitadelle Spandau Berlin, welche für ein zusätzliche atemberaubende Lichteffekte sorgten. Für den großen Paukenschlag zum Ende vom Snow Patrol Konzert sorgte dann ein ohrenbetäubender Donner, welcher viele Konzertbesucher in die vorzeitige Flucht schlug. Und wem beim Konzert und beim Indie-Rocken richtig warm geworden war, fand nun auch erfrischende Abkühlung durch den einsetzenden Platzregen.
Abschließend kann ich nur sagen, es war ein rund um perfektes Konzert von Snow Patrol und The Parlotones. Und wer gestern zu Hause saß ist zwar trocken geblieben, aber hat definitiv besten Indie-Rock Open Air verpasst.

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4 Antworten An “Snow Patrol Konzertkritik – Zitadelle Spandau Berlin”

  1. Steve Fox
    30. Juni 2012 bei 12:41 #

    Der Konzertkritik kann ich mich in keinster Weise anschließen. Die Parlotones waren ordentlich, insgesamt aber sehr einseitig und durch ständige Halbplaybacks ging das live-Feeling doch etwas verloren.
    Snow Patrol hingegen hat nicht nur mich schwer enttäuscht. Der Sound war absolut furchtbar – die Drums zu leise, der Drummer regelmäßig nicht rhythmusfest und auf Hilfe von Keyboarder und Gitarrist angewiesen, die Gitarre von Lightbody z.T. brutal verstimmt, sein Gesang in den hohen lagen sehr dünn, eine sehr ungünstige Songauswahl mit viel zu vielen melancholisch-experimentellen Stücken hintereinander. Lediglich am Ende des Konzerts, als endlich ein paar flottere Stücke eingestreut wurden, kam Stimmung auf – die hatte während des Konzerts über weite Strecken bei vielen Zuhörern gelitten.
    Wer Snow Patrol bereits in der Columbiahalle in absoluter Topform gehört hat, dürfte vom gestrigen Konzert enttäuscht gewesen sein.

    • Schuhchromosom
      1. Juli 2012 bei 17:34 #

      Hallo Steve,
      danke für dein Feedback, auch wenn es komplett konträr zu meiner Konzertktitik ausfällt. Das mit der Lautstärke, den zu leiden Drums bei Snow Patrol, lag mit Sicherheit nicht an der Band, sondern eher an den Auflagen für Konzerte in der Zitadelle Spandau, dank dem Aufbegehren der dortigen Anwohner. War schon recht makaber, dass man teilweise die Flugzeuge besser gehört hat, als die Musik der Bands.
      Schuhchromosom

  2. Peter S.
    2. Juli 2012 bei 08:29 #

    Hallo,

    ich würde mich der Kritik von Steve zumindest teilweise anschließen. Ich war an jenem Abend extra aus Weimar zu diesem Konzert gekommen, war das erste Mal überhaupt in der Zitadelle. Die Parlotones hab‘ ich nicht mehr mitbekommen.
    Als ich ankam, war ich schon überrascht bis erschrocken, wie viele Leute (so ca. 8 – 10.000?) dort waren. Daran gemessen war der Sound sehr leise, und die ganze Atmosphäre – besonders im hinteren Bereich – hat mich doch eher an ein großes Picknick als ein Rockkonzert erinnert.
    Den Sound an sich fand ich jetzt nicht so schlecht, man kann halt bei einem Live-Konzert keinen 1:1-CD-Sound erwarten. Extrem gestört hat mich nur die geringe Lautstärke, die eines Rockkonzerts unwürdig war.
    Auch ich fand, dass die Stimmung über weite Strecken, besonders im Mittelteil, doch eher schleppend war. Die Musik kam für mich etwas gleichförmig rüber, ohne große Ausschläge nach oben oder unten. Es stimmt, die Stimmung wurde erst am Schluss richtig gut, was auch der einsetzenden Dunkelheit geschuldet war.
    Insgesamt hat das Konzert bei mir einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen.

    Grüße – Peter.

  3. Volker und Ingrid Blum
    8. Juli 2012 bei 12:02 #

    Die Kritik des Konzertes deckt sich völlig mit unseren Eindrücken: ein rundum gelungenes und entspanntes Konzert, bei dessen Qualität es keine Abstriche zu machen gilt:weder gab es bei Snow Patrol irgendwelche Schwächen noch war der Sound zu leise oder die Stimmung des Publikums schleppend. Wir wissen nicht, was die Nörgler erwartet haben, doch als Snow Patrol-Fan konnte man an diesem Abend mehr als zufrieden sein. Ein sehr schönes Konzert mit einem Abschluss, den man so schnell nicht vergessen wird!

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