Rainald Grebe Konzertkritik

Rainald Grebe Waldbühne Berlin – Jubiläumskonzert Halleluja Berlin

Konzertkritik Rainald Grebe Teil 1

Bevor ich anfange über den gestrigen Abend zu berichten, wollte ich kurz anmerken, dass wir gestern ganz vergessen dem Rainald Grebe nachträglich zu seinem 40.Geburtstag ein Ständchen zu singen. Oder hab ich da was verpasst? Sorry, aber singen kann er nunmal einfach besser als wir. Aber dennoch, alles Gute nachträglich!!!

Rainald Grebe und alle Mitwirkenden lieferten gestern einen grandiosen, geschichtsträchtigen Abend in der Waldbühne Berlin, mit einer riesigen Flut von Attraktionen, toller Musik, erstklassigem Kabarett und schaurig schöner, bitterböser Satire, ab.

Neben Rainald Grebe und dem Waldbühnen Orchester sorgte Rene Marik mit ausgewählten Maulwurf mit Sprachfehler, Eisbär Kalle und Frosch Falkenhorst Puppenspieler-Nummern aus Kasperpop für angenehme Bauchschmerzen vor lachen.

Bevor Rainald Grebe so richtig zum Einsatz kam marschierte die «Bolschewistische Kurkapelle» im Vorfeld durch die Reihen der Berliner Waldbühne und erfüllte diesen geschichtsträchtigen Ort mit jede Menge guter Stimmung, ja fast wie Volksfeststimmung. Der Gropius-Chor gab die Creme de la Creme des alt-deutschen Volksliedguts zum Besten. Und von Anfang an schwang, wie angekündigt, unverwechselbar der Geist von Leni Riefenstahl und der Olympischen Spiele von 1936 mit. Alle spektakulären Ereignisse rund um die Geschichte der Waldbühne Berlin wurden kurz angerissen oder flossen in das grandiose Kabarett-Spektakel von Rainald Grebe mit ein. Dazu gehörte unter anderem auch das legendäre Rolling Stones Konzert von 1965, ein Konzert welches gerade einmal 25 Minuten andauerte bevor die Stimmung in der Berliner Waldbühne kippte und beinahe die gesamte Einrichtung, wie die Bänke, zu Kleinholz gemacht wurde. Die Freilichtbühne wurde an dem Tag beinahe in seine Einzelteile zerlegt und das Rolling Stones Konzert von 1965 war das vorerst letzte Open Air Konzert in der Waldbühne Berlin. Auch wenn die Renovierung bereits im Jahr 1969 abgeschlossen war, wurde der regelmäßige Open Air Konzert-Betrieb erst wieder ab 1978 aufgenommen.

Die Waldbühne war während der Olympischen Spiele 1936 Austragungsort für Sport-Veranstaltungen, wie für das Boxen. Und so ließ es sich auch Rainald Grebe nicht nehmen diesen Umstand und den, dass es der Ort des letzten Boxkampfes von Max Schmeling war, mit in sein Jubiläums-Konzert Halleluja Berlin einfließen zu lassen. Und so fanden im Vorfeld kurze Amateur Boxkämpfe vom TSC Berlin statt.

Geplant waren auch Aufführungen von Turnerinnen, welcher aber nur mit einer kurzen Umrundung des unteren Ringes der Waldbühne stattfand, da das Wetter im Vorfeld mit Platzregen verrückt gespielt hatte. Aber es war trotzdem irre inszeniert durch das Erscheinen von Leinwand-Bildern der Olympischen Spiele von 1936 inklusive dem Lauf der Olympischen Flamme und dem Entzünden des Olympischen Feuers. Turner und Wettkämpfe wurden gezeigt. Der Leni Riefenstahl Geist hatte die Waldbühne voll im Griff. Da die Berliner Waldbühne, welche für die olympischen Spiele 1936 errichtet wurde, nicht nur für Sport-Veranstaltungen genutzt wurde, sondern auch zur Aufführung von völkischer Theaterstücke floss auch dieser Part mit ein. Nichts hatte der gute Rainald Grebe vergessen zu bedenken, weder den Sport, die Musik-Konzerte noch die Klassik-Konzerte. Grandios!


Wie versprochen erschien Rainald Grebe auf einem weißen Wallach namens Schattenfell aus „Herr der Ringe“. Hihi, und der Grund war der Peter Maffay, der mit einer Harley Davidson bei seinem Konzert vorgefahren war, aber das kann ja jeder lautete dazu das Statement von Rainald Grebe. Dann wurde erst mal der zeitgleich in der o2 World Berlin spielende Elton John parodiert. Und das auch aus gutem Grund, denn der hatte zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 8000 Besucher, wohin hingegen zwischen 14000 und 15000 Fans seinem Halleluja Berlin Konzert beiwohnten. Ein riesiger Erfolg, wie ich finde, wenn man bedenkt das vorher innerhalb von 14 Tagen um die 18000 Zuschauer zu seinen Auftritten kamen.

Fortsetzung zum Rainald Grebe Jubilämskonzert Halleluja Berlin folgt.

 

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  1. Konzert Kritik Rainald Grebe Teil 2 | Das berühmte Schuh Chromosom - 20. Juni 2011

    […] Anlehnung an meine Rainald Grebe Konzertkritik von gestern möchte ich hier noch über ein paar Eindrücke vom Jubiläumskonzert zum Besten geben. […]

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