Papstbesuch Deuschland 2011 – Papst Benedikt Berlin

Papst Benedikt XVI. und sein päpstliches Gefolge in Deutschland

Papstbesuch in Berlin

Morgen, Donnerstag den 22. September 2011, ist es nun soweit der Papst Benedikt XVI. startet seine apostolische Reise in Deutschland und wird als erstes Berlin unsicher machen. Unsicher, ist wohl genau das richtige Wort angesichts des riesigen Polizeiaufgebots und der fast die ganze Stadt Berlin betreffenden Absperrungen, die es geben wird. Da eben keiner wissen darf und soll wo der Papst Benedikt mit seinem päpstlichen Gefolge gedenkt lang chauffiert zu werden, wird vorsichtshalber mal eben nahezu die gesamte Stadt Berlin abgesperrt. So, dass sich die sonst so befahrenen Straßen der lebendigen Stadt Berlin für Stunden in beruhigte Verkehrszonen oder Spielstraßen ähnliche Anlagen verwandeln werden.

Für Papstbesuch werden keine Kosten und Mühen gescheut

Und der Papst Benedikt XVI. und sein päpstliches Gefolge will es in Deutschland oder vielmehr in Berlin, Erfurt, Etzelsbach und Freiburg richtig krachen lassen und das kann er auch, denn allein die Katholische Kirche wird zwischen 25 Millionen und 30 Millionen Euro für den Papstbesuch in Deutschland zusteuern, wovon allein das Erzbistum Berlin Kosten von 3,5 Millionen Euro übernimmt. Ja und weil wir anscheinend alle wollen, dass es dem Papst und seinem päpstlichen Gefolge so richtig gut geht und sie völlig ungestört durch Deutschland reisen können, bezahlen wir Ungläubigen und natürlich alle Gläubigen die mehr oder weniger notwendigen Sicherheitsmaßnahmen, Absperrungen und das Polizeiaufgebot mittels unserer eingezahlten Steuern gerne mit. Und alle Gläubigen kommen natürlich in den Genuss gleich doppelt zu zahlen, zum Einem als normaler Steuerzahler und dann noch einmal mit dem Entrichten der Steuerzahler. Die Guten! Die Gläubigen sind einfach so großzügig, dass sie nicht nur in dem Staat in dem sie leben und arbeiten die üblichen Steuern bezahlen, sondern vielmehr auch noch freiwillig für einen zweiten Staat, dem Staat Vatikanstadt – Der Heilige Stuhl. Sie zahlen halt gern für ihren Glauben und die Kirche. Naja was soll`s, jeder so wie er es braucht!? Obwohl die Kirche mit Sicherheit viele Probleme und andere Sorgen hat, nur eben kleine Geldprobleme oder Geldsorgen. Aber auf die sehr wenig bedenklich scheinende finanzielle Situation der Kirche bin ich ja schon in meinem Artikel Papst Benedikt in Berlin eingegangen.

Bundestag-Rede und Papstmesse im Olympiastadion Berlin

Als ich gehört habe, dass der Papst nicht nur das Olympiastadion rocken will und es tatsächlich geschafft hat alle 74000 Plätze im Olympiastadion Berlin zu füllen, sondern auch vor dem deutschen Bundestag eine Rede halten will, hab ich den Sinn und Zweck nicht auf Anhieb verstanden. Aber natürlich, der Papstbesuch gilt natürlich auch als Staatsbesuch eines Staatsoberhauptes. Und so rechtfertigt es natürlich auch einen Auftritt und das Halten einer Rede im deutschen Bundestag. Denn der Papst ist das Oberhaupt des Staat Vatikanstadt, welcher eine absolute Wahlmonarchie ist und das Oberhaupt, der Papst, wird von Kardinälen auf Lebenszeit gewählt. Der Heilige Stuhl als nichtstaatliches, eigenständiges, vom Staat Vatikanstadt zu unterscheidendes Völkerrechtssubjekt, mit seinem Oberhaupt dem Papst Benedikt vertritt den sogenannten Zwergstaat auf internationaler Ebene. Und so wird der Papst wohl morgen auf eine Bundeskanzlerin treffen, welche bereits in zweiter Ehe lebt, einen Bürgermeister von Berlin, der das was die Kirche so verachtet, mit den knappen Satz kommentiert: „…,und das ist auch gut so!“ und auf viele weitere Sünder. Ich hoffe der Papst Benedikt und sein päpstliches Gefolge werden es verkraften.

Ist ein Wunder zu erwarten? Öffentliche Bitte um Absolution?

Vielleicht erleben wir Ungläubigen und natürlich auch die Gläubigen morgen beim Papstbesuch in Berlin ja ein echtes Wunder, wenn die Heilige Messe im Olympiastadion Berlin stattfindet. Denn ich finde das Berliner Olympiastadion wäre die perfekte Location, um neben der geplanten Papstmesse und Eucharistiefeier mal vor der eigenen Haustür zu kehren und sich zu den eigenen Leichen im Keller zu bekennen, angesichts der vielen anwesenden Menschen und der Medienpräsenz. Denn eine Beichte allein kann nicht die Lösung sein alle Sünden vergessen lassen und um vollständige Absolution zu erhalten. Schon gar nicht wenn es um unschuldige, gläubige Opfer der Kirche geht, die das grenzenlose Vertrauen auf Lebenszeit teuer bezahlen mussten. Sollte sich die Kirche oder vielmehr der Papst Benedikt zu einem Umdenken und Bekennen durchringen können, dann würde selbst bei mir als Ungläubige, ein über Steuerzahler finanzierter Papstbesuch in Berlin, viel weniger Unverständnis hervorrufen.

Kostenlose Eintrittskarten für Heilige Messe vom Papst lässt Kasse von Ebay-Verkäufern klingeln

Gewundert hat mich natürlich auch, warum sich die Kirche die Eintrittskarten für die Papstmesse im Berliner Olympiastadion, nicht hat teuer bezahlen lassen, da sie doch sonst immer gern aus dem Vollen schöpfen. Aber dank Ebay haben sich andere mit den Eintrittskarten jetzt eine goldene Nase verdient, ohne auf die eine oder andere Art und Weise Missionierungsarbeit zu betreiben. Ich denke das wird der Kirche sicher gewaltig sauer aufstoßen, angesichts der Summe die ihnen da durch die Lappen gegangen ist. Aber, man kann halt nicht immer gewinnen. So ist das Leben, das Leben ist nicht immer fair! Das dürfte selbst für die Kirche nicht so ganz unbekannt sein!?!

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