Ohne Cadillac und ohne Job

Am Anfang war der Cadillac und es endete in BerlinPart2Fortsetzung

Nach diesem tollen Wochenende im Mai in Berlin zwischen all diesen traumhaft schönen Oldtimern und den netten Kontakten die man geknüpft hatte, wußte ich davon werde ich noch lang zehren können, bevor der Alltag mich wieder vollends einholt. Ja und der Alltag ließ nicht lang auf sich warten und begann, welch ein Wunder, am Montag um 6.00Uhr. Meine Laune und Stimmung, die eigentlich immer gut war, hatte nochmal einen Zuwachs an positiver Energie erhalten. In Vorfreude und aufgeregt allen im Büro von meinem fantastischem Wochenende zu erzählen und zu wissen nachmittags die Fotos, die ich von Cadillac und Co gemacht hatte, entwickeln zu lassen, ging es beschwingten Fußes zur Arbeit. Ich arbeitete zu der Zeit in einem Armaturenwerk als Teilkonstrukteur in der Abteilung TKF, was für Technische Konstruktion Forschung stand, und obwohl mir die Arbeit sehr viel Spaß machte wuchs in mir stetig der Wunsch mich zu verändern. Verändern ja, das war es was ich wollte, jedoch hatte ich keinen Plan wie, was, wann…und inwiefern. Und auch ahnte ich da noch nicht das der Cadillac und Berlin der Schlüssel dazu waren.

In der Firma angekommen und dafür gesorgt alle schon anwesenden Kollegen mit meinen positiven Energien anzustecken, betrat unser Abteilungsleiter mit ernster Miene das Büro. Oh, Oh…das hatte nichts Gutes zu bedeuten. Er sagte nur kurz: „Um 10.00Uhr Betriebsversammlung, Teilnahme für alle Pflicht.“ Das hatte gesessen, alle schauten sich fragend, erschrocken und einige ja auch fast entsetzt an. Was hatte das nur zu bedeuten??? Auf der Betriebsversammlung wurden wir dann unterrichtet, das der Betrieb in Kurzarbeit geht, einige Abteilungen und Bereiche geschlossen werden, es betriebsbedingte Kündigungen geben wird und so weiter und so weiter. Alle waren sehr betroffen, außer ich – komischerweise. Ich dachte nur, vielleicht mußte das passieren, das sich was verändert. Denn wie sagt man so schön: immer wenn eine Tür zu geht, macht sich eine andere auf. Alles klar, drum sei es, ich nehme die Herausforderung an.

Unsere Abteilung TKF, die Technische Konstruktion Forschung, und der dazugehörige Musterbau sollten aus Kostengründen wegrationalisiert werden. Die Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt bis eine endgültige Lösung, die aus Umsetzung in einen anderen Bereich oder aus einer Kündigung bestand. Meine Entscheidung stand, wenn auch noch auf sehr wackligen Füßen ohne genaue Zukunftsperspektive, ich kündigte. Und so kam der Juni und ich ertappte mich immer häufiger dabei wie ich nicht nur an das US-Car-Meeting in Berlin zurückdachte und mir immer und immer wieder die Bilder ansah, sondern immer öfter auch an diesen Typen den ich dort kennengelernt hatte. Auch überlegte ich ob die Entscheidung zu kündigen wirklich die Richtige war und sagte mir, ja, das war es. Es war Freitag und ich erhielt einen Anruf von Dr. Daum dem Chef unserer gesamten Technischen Abteilung. Er wollte mich unbedingt wieder einstellen und machte mir ein eigentlich unwiderstehliches Angebot. Ich freute mich riesig, sagte aber nicht gleich zu, sondern erbat mir über das Wochenende eine Bedenkzeit. Ja, bin ich denn wahnsinnig…? Man bietet mir einen tollen Job an und ich erbete mir Bedenkzeit. WAHNSINN!!! Genau das muß mein Chef gedacht haben. Er sagte verdattert: „Äh, ja gut…dann melden Sie sich Montag.“ und legte auf.

Was dann geschah? Fortsetzung folgt…


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