Ohne Cadillac nach Berlin zum Cadillac

Am Anfang war der Cadillac und es endete in BerlinPart3Fortsetzung

Es war Samstagabend und mir fiel die Visitenkarte von dem Typen mit dem Cadillac wieder ein. Komisch, dafür das ich so sicher war ihn nicht anzurufen, hatte ich sie ziemlich schnell griffbereit. Ich nahm allen Mut zusammen und dachte nur was soll schon schief gehen, habe ja nichts zu verlieren. Es klingelte und nach dem dritten Mal ging jemand ran: “ Ja, Norman hier.“ Ich beschrieb kurz wer dran war und das Eis war gebrochen. Er wußte auch sofort bescheid und ich dachte nur, Gott sei Dank…das hätte peinlich werden können. Nach ein paar Sätzen fragte er, ob man sich nicht mal treffen könnte oder er mich mal besuchen kommen kann. Kein Problem sagte ich, warum nicht. Nachdem er wußte, das ich nicht mehr als anderthalb Stunden von ihm weg wohnte und ich für das Wochenende noch nichts geplant hatte, außer vielleicht über meine berufliche und private Zukunft nachzudenken, beschlossen wir kurzerhand uns am selben Abend noch zu treffen. Wir verabschiedeten uns und er fragte: “ Ist es schlimm, wenn ich nicht im Cadillac komme…?“ Ich lachte und sagte: Nein, natürlich nicht. Obwohl ich zugeben muß, das ich es natürlich insgeheim gehofft hatte und toll gefunden hätte. Aber im Grunde war es mir nicht wichtig.

So und dann überschlugen sich die Ereignisse…Gut zwei Stunden später stand Norman vor meiner Tür und sagte: Pack dir ein bißchen was ein wir fahren hoch zur Ostsee nach Binz oder so. Hast du Lust??????? Ohne groß drüber nachzudenken schnappte ich mir ein paar Klamotten und los gings. Mitten in der Nacht kamen wir in Binz an und machten uns auf die Suche nach einem Zimmer und das Resultat war an Dekadenz nicht mehr zu überbieten.

Das vermeintlich einzig freie Zimmer war eine Suite namens „Karl Friedrich Schinkel“ im Wellness Travel Charme Hotel Kurhaus Binz. Es war ein Traum, der pure Luxus, ja fast wie im Märchen. Whirlwanne, Erlebnisdusche, Sauna, Terasse und der traumhaft schöne Blick auf`s Meer. Die Müdigkeit die mich kurz vorher noch fast übermannt hatte war verflogen…Wir bestellten uns noch was zu essen und zu trinken und sprangen schnell, natürlich getrennt unter die Dusche. Ich ließ es mir natürlich nicht nehmen und testete auch noch die Whirlwanne. Dann saßen wir Stunden auf der Terrasse, schauten auf`s Meer und erzählten…Wir waren nicht mehr müde und plötzlich ging auch schon die Sonne auf…die Zeit war verflogen ohne das wir es merkten. Dann gingen wir runter zum Strand. Es war wunderschön. Wir setzten uns in einen Strandkorb und schauten wieder hinaus auf`s Meer und genossen die gute Luft, den Klang des Meeres und die aufgehende Sonne. Hier gab es jetzt die erste Umarmung und den ersten Kuß…Wie romantisch, fast wie im Kino, dachte ich und hätte bis dato schwören können, das es so etwas im realem Leben nicht gibt. Mittlerweile war es 8.00Uhr am Sonntag und der Strand fing langsam an sich zu bevölkern. Wir gingen ins Hotel zum frühstücken und machten uns danach auf den Rückweg Richtung Heimat.

Wir saßen im Auto und fuhren die Autobahn entlang und ich merkte…ich hatte mich verliebt. Ein tolles Gefühl. Viel zu schnell kamen wir an die Ausfahrt, die zu mir nach Hause führte und er sagte: “ Ach schade, die Nächste müssen wir ja raus.“ Ich schaute ihn an und sagte ohne lang drüber nachzudenken: “ Fahr vorbei!“ Ohne auch nur etwas zu fragen oder dazu zu sagen fuhr er, mit einem leichten Lächeln im Gesicht, an der Ausfahrt vorbei Richtung Berlin.

Ja und seit dem Tag bin ich in Berlin und immer noch glücklich das es so gekommen ist.

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