Interessant und wissenswert – Kreuzspinne Radnetzspinne

Interessantes und Wissenswertes zu Radnetzspinnen – Araneoidea

Gartenkreuzspinne – Araneus diadematus

An dem vergangenen endlich mal wieder sommerlich warmen Wochenende beobachtete ich, während ich die Sonne genoss eine Gartenkreuzspinne bei ihrem für mich faszinierendem Verhalten. Es war nicht nur die imposante Größe der Kreuzspinne und ihrem Spinnennetz, welches nahezu filigran gearbeitet war, sondern vielmehr die Funktionalität von Spinnennetz mit fette Beute Garantie und dem Verhalten der Gartenkreuzspinne ihrer Beute gegenüber. Gefangen hatte die Kreuzspinne, welche zur Gattung der Familie Echte Radnetzspinnen-Araneidae gehört, so einiges und auch eben, wie auf den Fotos die ich gemacht habe, eine Wespe. Liebevoll und zielstrebig kümmerte sich die Kreuzspinne aus der Ordnung der Webspinnen-Araneae und Unterordnung Echte Webspinnen-Araneomorphae um ihre fette Beute. Es war einfach faszinierend mit anzuschauen. Nachdem ich die Fotos von der Kreuzspinne und der Wespe gemacht hatte und ich die beiden genug beobachtet hatte, war meine Neugier zu den Radnetzspinnen und zur Spinnenseide vollends geweckt. Und entdeckte folgendes Interessantes zu Radnetzspinnen und deren Spinnenseide. Aber was heißt hier entdeckt, eher gehört bei RadioEins und den Profis.

Spinnenseide zur Züchtung von Hautgewebe geeignet

RadioEins, der Radiosender für Berlin, Brandenburg und nur für Erwachsene, sprach am Sonnabend bei den Profis mit Hanna Wendt über ihre Doktorarbeit und Forschungsarbeit zum RadioEins Thema künstliche Haut aus Spinnfäden. Bei der Forschung zur Herstellung von künstlicher Haut diente die Spinnenseide von Radnetzspinnen als Aufbaugrundlage für die Züchtung von Haut, welche für die Heilung bei Verbrennungen und chronischen Wunden eingesetzt werden könnte. Dabei kam das Wissen um dieses besondere Baumaterial der Spinnen, mit welchem sie ihre beeindruckenden und funktionellen Spinnennetze bauen, voll zum Tragen. Die Spinnenseide ist äußerst flexibel dehnbar und stark belastbar, wie eben auch die Haut des Menschen. Hinzu kommt aber auch das der menschliche Körper und Körperzellen die Spinnenseide gut annimmt und nicht abstößt. In anderen Forschungen wurde bereits herausgefunden, dass die Spinnenseide sich auch als perfektes Nahtmaterial und zur Regeneration von Nervenzellen eignet.

Wie sah die Forschungsarbeit mit Spinnenseide und Hautzellen aus?

Folgendes war auf RadioEins, dem Radiosender für Berlin, Brandenburg und nur für Erwachsene, zum Thema künstliche Haut aus Spinnfäden zu erfahren. Die Forscherin Hanna Wendt produzierte aus der Spinnenseide einer aus Tansania stammenden Radnetzspinne (Goldene Radnetzspinne) für ihre Hautzellen-Studie ein Spinnseide-Gewebe, welches als Basis für die Züchtung von Hautgewebe diente. Hierfür wurde ein 400 Meter langer Spinnseidenfaden durch Melken der Radnetzspinne gewonnen, welcher in unterschiedlichen Abständen durch Drehbewegungen kreuz und quer auf einen Rahmen gespannt wurde. Auf dieses Spinnfäden Maschengeflecht wurden Hautzellen aufgetragen, aus denen unter begleitender Versorgung mit Luft, Nährstoffen und Wärme zwei übereinander liegende gewebeähnliche Hautschichten wurden. Es entstand, wie bei der menschlichen Haut bekannt, eine Oberhaut die Epidermes und darunter liegende Lederhaut die Dermis. Nun wird getestet wie gut dieses Hautgewebe in der Praxis anwächst und wie man, die sicherlich bei der Tauglichkeit in der Praxis, ansteigende Nachfrage nach Spinnenseide zur Herstellung von Spinnseide-Gewebe gerecht wird. Das wird man sicherlich nur gewährleisten können, wenn man dieses besondere Baumaterial der Spinnen synthetisch produzieren kann.

Ich finde es wirklich interessant und wissenswert was diese vielen Angst und Ekel einflössenden Achtbeinigen Krabbeltiere so alles zu bieten haben und welchen Nutzen sie dem Menschen auf Grund ihrer Fertigkeiten bringen können.

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